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Vielleicht interessieren Sie diese Hinweise und Berichte:

Jubiläumspublikation des DAB

Veröffentlicht: 21. Juni 2026

Die Jubiläumsausgabe zum 100-jährigen Bestehen des Deutschen Akademikerinnenbundes ist erschienen!

Die von Prof. Dr. Anne Schlüter (i. R.) von der Universität Duisburg-Essen und Dr. (des.) Alicia Gorny herausgegebene Publikation mit dem Titel Erinnerungen und Perspektiven des Deutschen Akademikerinnenbundes aus den Jahren 1926 bis 2026 zeichnet die wechselvolle Geschichte des DAB von seinen Anfängen bis in die Gegenwart nach.

Jubiläum

Dazu heißt es im Klappentext:

„Seit 100 Jahren setzt sich der Deutsche Akademikerinnenbund (DAB) für die Interessen von Frauen in Wissenschaft, Politik und Bildung ein. Die Jubiläumspublikation zeichnet die Verbandsgeschichte von 1926 bis 2026 nach, beleuchtet Kontinuitäten und Brüche und lässt Mitglieder als Akteurinnen zwischen frauenpolitischem Engagement und wissenschaftlicher Expertise mit aktuellen Beiträgen zu Wort kommen."

Die Jubiläumspublikation gliedert sich in vier Hauptteile. Der erste bietet einen historischen Rückblick (Der Blick zurück: Die Geschichte des DAB im Wandel der Zeit, S. 19–76). Im zweiten Hauptteil mit der Überschrift Regionale Aktivitäten: Kulturelle Vielfalt und geografische Mentalitäten (S. 77–132) kommen verschiedene Regionalgruppen mit ihrer spezifischen Geschichte, ihren Aktivitäten und Zielen zu Wort.

Die beiden verbleibenden Hauptteile – und damit die Hälfte der Publikation – sind zum einen der Organisation des Bundesverbandes, zum anderen den Arbeitskreisen, Ausschüssen und Initiativen zur Förderung von Frauen gewidmet. Unter der etwas technokratisch anmutenden Überschrift des dritten Hauptteils (Präsidiale Organisationsanforderungen und Steuerungsaufgaben des DAB, S. 133–196) werden die Präsidentinnen seit den 1990er-Jahren bis in die Gegenwart mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen, Strategien und Zielsetzungen vorgestellt. Besonders interessant sind dabei die Jahre des Zusammenwachsens von Frauen aus Ost- und Westdeutschland sowie die unterschiedlichen Prägungen der Präsidentinnen.

Der vierte Hauptteil (Arbeitskreise, Ausschüsse, Initiativen und Projekte, die mit unterschiedlichen Strategien das Ziel der Frauenförderung verfolgen, S. 197–261) vermittelt einen informativen Überblick über die inhaltliche und strukturelle Vielfalt der DAB-Initiativen. Diese reichen von der Förderung von Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Bereichen über die Erforschung der Rolle von Frauen in der Philosophie bis hin zur Gestaltung von Frieden und Freundschaft über Grenzen hinweg.

Fotos früherer Präsidentinnen und Vorstandsmitglieder runden den Band ab.

Für Neumitglieder bietet die Publikation einen guten Überblick über die Initiativen und Ausrichtungen des Bundesverbandes. Für uns als Regionalgruppe besonders lesenswert sind die Berichte anderer Gruppen über ihre Erfahrungen bei der Mitgliedergewinnung und ihre inhaltlichen Schwerpunkte. Zu bedauern ist, dass wir als mitgliederstarke Regionalgruppe nicht die Kapazitäten hatten, einen eigenen Beitrag beizusteuern. Die Aufarbeitung der eigenen Geschichte und inhaltlichen Entwicklung könnte ein lohnendes Projekt für das nächste Jubiläum des DAB Bielefeld im Jahr 2028 (45 Jahre) oder 2033 (50 Jahre) sein.

Bei Interesse an dem Band bitte bei mir melden. Er kostet 25,00 €.

Keine Angst vor KI. Generative Modelle und wie man sie findet

Veröffentlicht: 21. Juni 2026

Der zweite Vortrag in unserer Reihe „100 Jahre DAB – Frauen gestalten Gegenwart“ wurde von Frau Prof. Dr. Barbara Hammer von der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld gehalten.

Das Thema Künstliche Intelligenz ist in aller Munde und wird öffentlich kontrovers diskutiert. Beispielhaft zu nennen sind pädagogische, bildungspolitische, soziale, gesellschaftliche, ethische und religiöse Fragestellungen. Die Diskussionen reichen von praktischen Anwendungsfragen wie „Welche KI eignet sich für welche Anwendung?“ über „Wie lassen sich KI-generierte Texte und Bilder erkennen?“ bis hin zu grundlegenden Befürchtungen: „Verändert KI unser Menschsein oder besteht die Gefahr, dass sie den Menschen eines Tages dominiert?“

Vor diesem Hintergrund der öffentlichen Debatten bot der Vortrag von Frau Prof. Dr. Hammer eine sachliche und differenzierte Betrachtung.

Im ersten, autobiografisch geprägten Teil ihres Vortrags schilderte die Referentin ihre frühe Affinität zur reinen Mathematik, die während ihres Studiums an der Universität Osnabrück zu einem starken Interesse an der Informatik führte. Beide Fachgebiete sind bis heute von einer überwiegend männlichen Kollegenschaft geprägt, sodass ein ausschließlich weibliches Auditorium – wie das der Akademikerinnen an diesem Abend – für Frau Prof. Hammer eher ungewöhnlich ist.

Der zweite Teil des Vortrags widmete sich der Erläuterung und Abgrenzung verschiedener KI-Ansätze, darunter Sprachmodelle, symbolische KI und generative KI, sowie deren Funktionsweise.

Zu den KI-Sprachmodellen gehören die bekannten Programme ChatGPT, Claude und Gemini. Anhand eines Würfels veranschaulichte Frau Prof. Hammer deren Arbeitsweise: Ausgehend von einem Begriff ergänzen diese Systeme anhand statistischer Sprachmuster das jeweils wahrscheinlichste nächste Wort. Ihre Leistungsfähigkeit hängt daher von der Größe und Qualität der Trainingsdaten sowie den zugrunde liegenden Strukturen ab. Dank enormer Rechenleistung können Sprachmodelle Texte analysieren, zusammenfassen, übersetzen und selbst verfassen. Frau Prof. Hammer betonte jedoch, dass diese Systeme keine intelligenten Systeme seien, sondern vorhandene Sprachmuster miteinander verknüpften. Urteilsfähigkeit oder echtes Verständnis besitzen sie jedoch nicht.

Als symbolische KI bezeichnet man einen Ansatz, der auf von Menschen definierten Regeln und logischen Strukturen basiert. Diese auch als regelbasierte KI bekannte Form findet beispielsweise in der medizinischen Diagnostik Anwendung. Es handelt sich dabei um sogenannte Expertensysteme. Generative KI hingegen lernt aus großen Datenmengen und erzeugt daraus neue Inhalte wie Texte, Bilder, Musik oder Programmcodes, die menschlichen Arbeiten ähneln.

Auch die Grenzen und Risiken der KI kamen zur Sprache. Kritisch zu beurteilen sind neben dem immensen Energieverbrauch bei Entwicklung und Einsatz der Modelle auch menschenunwürdige Arbeitsbedingungen derjenigen, die häufig in Entwicklungsländern Trainingsdaten aufbereiten, sowie die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte. Zudem sind KI-Modelle nicht allwissend; sie erzeugen mitunter fehlerhafte oder frei erfundene Informationen („Halluzinationen“). Die generierten Inhalte sind darüber hinaus nicht neutral, sondern übernehmen Vorurteile und Weltbilder der Trainingsdaten (Bias).

Die größte Gefahr der KI sah Frau Prof. Hammer jedoch in der Vernachlässigung oder gar Verdrängung des eigenen Denkens.

Folgerichtig setzte den Schlusspunkt ein Zitat von Immanuel Kant aus seiner Schrift Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784):

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit zahlreichen Fragen und Anmerkungen der anwesenden Damen. 

Der Vortrag bot einen fundierten Überblick über Chancen und Grenzen der Künstlichen Intelligenz und machte deutlich, dass uns die damit verbundenen ethischen, pädagogischen und gesellschaftlichen Fragen noch lange beschäftigen werden.

Zum Weiterdenken und zur Vertiefung der eigenen KI-Kompetenz sei auf das nebenstehende

Buch verwiesen. Eine gute Informationsquelle ist auch die von Prof. Hammer gemeinsam mit

weiteren Kollegen aus OWL entwickelte Webseite:

  • https://ki-akademieowl.de
  • Enzyklika Magnifica humanitas von Papst Leo

Neuer Vorstand in der Regionalgruppe Bielefeld

Veröffentlicht: 29. April 2026

DABVorstandNach zwei Jahren als Präsidentin wechselte in der Regionalgruppe Bielefeld turnusmäßig der Vorsitz. Seit dem 2. März 2026 steht der Bielefelder Gruppe erstmalig eine Doppelspitze vor.

Die Mitglieder dankten Frau Dr. Svenia Kähler (Mitte) für die abwechslungsreiche Gestaltung des Programms der letzten beiden Jahre.

Statt Blumen bedankte man sich – wie bei Akademikerinnen zu erwarten – mit einem Buch!

Die beiden neuen Präsidentinnen, Frau Dr. Claudia Losekam (links) und Frau Elke Lefeber (rechts) stellen die Veranstaltungen in der Bielefelder Gruppe in diesem Jahr unter das Motto: 100 Jahre DAB – Frauen gestalten die Gegenwart und fokussieren die „Bielefelder Realität“ in Wissenschaft, Politik und Kunst

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